Gedicht des Monats Januar

Winterlandschaft mit Baum

Zu Beginn des Jahres wieder ein Gedicht von Wolfgang Prietsch aus Berlin. Wir haben uns sehr darüber gefreut und bedanken uns für die Zusendung.

Besser kann man den Winter nicht beschreiben, finden wir.....


Aber lesen Sie selbst.

 

Winterweite

Weiße Weite wieder.
Fernhin fließt der Fluss.
Leise Liebeslieder,
grünen Grases Gruß,
weh´n im Winterwind.
Farblos fahl die Felder,
weiches Weiß der Wälder:
Freud und Fried ich find.

Wolkenlos die Welt,
helles Himmelszelt.
Lautlos leer das Land,
Vogelsang verschwand.
Ruh´los sucht das Reh
Saatgrün unter´m Schnee.

Sommersonnenschein
soll bald wieder sein.
Blätterbunt der Bäume,
Taghell – tiefe Träume,
Sonnensinfonie,
Mondnachtmelodie,
warmer Abendwind -,
leicht und lau und lind -,
werden wieder wahr:
Wandlung wunderbar.


Wolfgang Prietsch, Berlin