Gedicht des Monats November

ein einsamer Baum und eine einsame Bank im Novembernebelgrau

Diesen Monat veröffentlichen wir wieder ein Gedicht von Wolfgang Prietzsch aus Berlin.

Es heißt Novemberland und trifft die Stimmung auf den Punkt.

Vielen Dank für die Zusendung!

 

Novemberland

Die Wiese gemäht.
Neue Saat gesät.
Grünschwarz die Bäume,
blattlos kahl.
Durchsichtiger werdende Räume.
Der Novemberhimmel fahl,
und totensonntagsstill unser Tal.
Alles will nun
ruh´n.

Eine Mondwechselzeit
ist nicht lang, ist nicht weit,
vergeht, verweht.
Nicht stille steht
der Zeiten Lauf.
Nichts hält den Jahresgang auf.

Wolfgang Prietsch