Herbstzeit ist Wurzelzeit

Wurzelgemüse

Der natürliche Keimbekämpfer – der gute Meerrettich

Meerrettich (lat. Armoracia rusticana) stammt ursprünglich aus Süd- und Osteuropa, wächst aber auch in unseren Regionen wunderbar, größere Anbauflächen gibt es u. a. im Spreewald. Meerrettich gehört, wie Rettich, Senf, Kapuzinerkresse und Kohl, zur Familie der Kreuzblütler.
Das winterharte Wurzelgemüse (auch „Kren“ genannt) kann sogar Temperaturen bis rund -50 Grad standhalten. Die Haupterntezeit für Meerrettich sind die Herbst- und Wintermonate von Oktober bis Februar.

 

Aber wie gesund ist Meerrettich
In der Wurzel stecken viele gesunde Inhaltsstoffe, darunter die Vitamine B1, B2, B6 und viel Vitamin C sowie die Mineralstoffe Kalzium, Eisen, Kalium, Magnesium und Phosphor. Außerdem ist die Pflanze reich an sekundären Pflanzenstoffen, welche antioxidativ und zellschützend wirken und das Immunsystem stärken.
Besonders die Menge an den sogenannten Senfölglykosiden ist bemerkenswert. Diese Pflanzenstoffe wandeln sich beim Reiben in Senföle um, welche für den markant scharfen Duft sorgen. Die Senföle riechen aber nicht nur intensiv, sondern können im menschlichen Körper eine breite antibakterielle Wirkung zeigen. Senföle helfen nachweislich gegen eine ganze Reihe an verschiedenen Keimen, wobei sie entweder deren Wachstum hemmen oder sie sogar ganz „ausschalten“ können. Meerrettich kann dem Immunsystem bei der Abwehr von Erkältungsviren helfen und dadurch eine Infektion verhindern. Daher wird das natürliche Antibiotikum Meerrettich auch als «Penicillin aus dem Garten» bezeichnet.

Alfred Vogel empfahl ihn zur Anregung der «Körperpolizei»: «Meerrettich wirkt sich äußerst günstig  auf die Lymphe aus, so dass man ihn als eines ihrer besten Heilmittel bezeichnen kann. Oft verschwinden hartnäckige Störungen und Leiden der Lymphe, wenn man täglich 1 Teelöffel davon einnimmt. Er schmeckt vorzüglich, insofern man ihn unter den Quark oder den geraffelten Karottensalat mengt, da seine Schärfe durch das Mischen gebrochen wird.»

Schon im Mittelalter galt Meerrettich in der Naturheilkunde außerdem als wirksames Mittel für eine gute Verdauung, denn seine ätherischen Öle regen die Bildung von Magen- und Gallesäften an. Und selbstverständlich wächst auch der Meerrettich im Klostergarten Altzella/Nossen. Bis zum 3. November 2019 ist das Kloster und somit der Klostergarten noch geöffnet.

 

Am 26.10.2019 von 10 bis 14 Uhr findet ein Heilpflanzenkurs zum Thema: „Herbstzeit ist Wurzelzeit – Tinkturen und Salbenherstellung“ statt
und am
09.11.2019 von 10 bis 14 Uhr findet ein Kochkurs zum Thema:
„Raritätengemüse – quer Kochen durch Herbst und Winter“ statt,
in dem der Meerrettich eine wichtige Rolle spielen wird!

Anmeldungen zwingend erforderlich unter:

visitenkarte koreen vetter

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