Von »Heimat« haben Vogtländer:innen meist eine klare Vorstellung. Die Spezifika der Landschaft, die Besonderheit der Sprache, typische Bräuche und die Geschichte von heute – vier Regionen prägen diesen Begriff. Wie in anderen Gegenden der Welt auch, so kann das Vogtland nur erblühen, wenn die, die hier geboren wurden, gern hier bleiben oder zurückkommen und das Land nach ihren Bedürfnissen und Vorstellungen verändern.
Junge Menschen verlassen ihre vogtländische Heimat, meist geht es um berufliche Entwicklung. Was bleibt, ist eine tiefsitzende Verbundenheit mit dem Landstrich, welche konterkariert wird durch die Vorstellung vom Vogtland als einer von älteren Menschen bewohnten, patriarchal geprägten, heimeligen, aber irgendwie auch unzeitgemäßen Gegend. Kein Zufall also, dass die Hauptfigur unserer Revue eine junge Frau mit dem Namen Marie ist, die vom Moosweiblein auf eine Zeitreise mit ganz verschiedenen Geschichten des Vogtlandes geschickt wird. Eine Revue über das Vogtland, die einen liebevollen, aber auch liebevoll-kritischen Blick auf das Land, seine Bewohner:innen und seine Geschichte wirft.